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Die schwarze American Express liegt auf dem Tisch, das Penthouse ist abbezahlt, und die monatliche Allowance deckt jeden Wunsch. Trotzdem habe ich vor drei Jahren begonnen, parallel ein sechsstelliges eigenes Vermögen aufzubauen. Warum? Weil ich nie vergessen habe, was meine Mentorin mir bei einem Lunch im Baur au Lac sagte: "Liebling, genieße sein Geld, aber vergiss nie, dass dein eigenes Vermögen deine wahre Freiheit ist."

Viele Frauen an der Seite vermögender Partner machen einen fatalen Denkfehler. Sie glauben, finanzielle Unabhängigkeit sei überflüssig, wenn der Kontostand des Partners bereits siebenstellig ist. Doch genau diese Abhängigkeit kann zur größten Schwachstelle werden.

Warum Ihr eigenes Vermögen aufbauen keine Frage des Vertrauens ist

Beziehungen enden. Laut Statistik der Schweizer Scheidungsgerichte werden 40 Prozent aller Ehen geschieden, und bei Paaren mit erheblichem Vermögensunterschied liegt die Quote noch höher. Aber selbst wenn Ihre Beziehung hält: Eigene finanzielle Ressourcen geben Ihnen Verhandlungsmacht und Selbstbestimmung.

Ich kenne Frauen, die jahrelang in unglücklichen Arrangements blieben, weil sie keine Alternative hatten. Ihre gesamte Existenz hing am Wohlwollen eines Mannes. Das ist keine Partnerschaft auf Augenhöhe, das ist ein goldener Käfig.

Ein eigenes Vermögen bedeutet nicht, dass Sie Ihrem Partner misstrauen. Es bedeutet, dass Sie sich selbst vertrauen. Sie schaffen eine Absicherung für Szenarien, die niemand vorhersehen kann: Krankheit, wirtschaftliche Krisen, Veränderungen in seiner Unternehmensstruktur oder schlicht persönliche Entwicklungen, die auseinanderlaufen.

Strategien für den Vermögensaufbau parallel zum luxuriösen Lifestyle

Der größte Vorteil an Ihrer Position: Sie haben Zugang zu Wissen, Netzwerken und Möglichkeiten, die den meisten Frauen verwehrt bleiben. Nutzen Sie diese Ressourcen strategisch.

Investieren Sie in Wissen, bevor Sie investieren

Bevor ich meinen ersten ETF gekauft habe, verbrachte ich drei Monate damit, die Grundlagen zu lernen. Nicht durch YouTube-Videos, sondern durch gezielte Weiterbildung. Die UBS bietet beispielsweise regelmäßig Wealth Management Seminare speziell für Frauen an. Ich nahm auch an einem dreitägigen Investment-Workshop der Zürcher Kantonalbank teil, der ausschließlich weiblichen Teilnehmerinnen vorbehalten war.

Parallel dazu las ich Bücher wie "Rich Dad Poor Dad" von Robert Kiyosaki und "The Intelligent Investor" von Benjamin Graham. Dieses Fundament ermöglichte mir, bei Gesprächen am Esstisch mitzureden, wenn mein Partner und seine Geschäftspartner über Aktienmärkte oder Immobilienprojekte sprachen.

Nutzen Sie Ihr Netzwerk strategisch

Ihr Partner bewegt sich vermutlich in Kreisen mit Family Offices, Private Banking und exklusiven Investment-Clubs. Fragen Sie gezielt nach Empfehlungen für Vermögensberater, die Erfahrung mit Frauen in Ihrer Situation haben. Die Berenberg Bank in Hamburg hat eine eigene Abteilung für Female Wealth Management, ebenso wie Julius Bär in Zürich.

Bei einem Charity-Event in Monaco lernte ich eine Vermögensberaterin kennen, die sich auf finanziell unabhängige Partnerinnen vermögender Männer spezialisiert hat. Ihre Strategie: diskret eigene Portfolios aufbauen, die völlig unabhängig vom Partner geführt werden.

Drei konkrete Investment-Strategien für Ihren Start

  • ETF-Sparplan mit monatlich 1.000 bis 2.000 Franken in breit diversifizierte Indexfonds wie den MSCI World oder S&P 500 über Swissquote oder Interactive Brokers
  • Mikro-Immobilieninvestments über Plattformen wie Crowdhouse.ch oder Crowdli.ch, wo Sie bereits ab 25.000 Franken in Schweizer Renditeimmobilien investieren können
  • Aufbau eines Dividendenportfolios mit stabilen Blue-Chip-Aktien wie Nestlé, Roche oder Novartis für passives Einkommen zwischen 2 und 4 Prozent jährlich

Eigene Altersvorsorge unabhängig vom Partner sichern

Die AHV-Rente in der Schweiz beträgt maximal 2.390 Franken monatlich, selbst wenn Sie verheiratet sind. Falls Sie nicht offiziell angestellt waren, haben Sie möglicherweise erhebliche Lücken in Ihrer zweiten und dritten Säule. Das ist ein massives Risiko.

Ich habe mit 32 Jahren eine Säule 3a eröffnet, obwohl mein Partner ein Vermögen von über 15 Millionen Franken besitzt. Warum? Weil diese 7.056 Franken jährlich (maximaler Einzahlungsbetrag 2024 für Nicht-Erwerbstätige mit Pensionskasse) ausschließlich mir gehören und steuerlich absetzbar sind.

Zusätzlich investierte ich in eine private Rentenversicherung bei Swiss Life. Die garantiert mir ab dem 60. Lebensjahr eine monatliche Rente von 3.500 Franken, unabhängig davon, ob meine Beziehung Bestand hat oder nicht.

Laut einer Studie der Credit Suisse aus 2023 haben Frauen in der Schweiz im Durchschnitt 37 Prozent weniger Rentenguthaben als Männer. Wenn Sie Jahre ohne eigenes Erwerbseinkommen verbracht haben, um Ihren Partner zu unterstützen oder eine Familie zu gründen, sind Sie besonders gefährdet.

Eigene Einkommensquellen schaffen ohne den Lifestyle zu gefährden

Eigenes Vermögen aufbauen neben dem reichen Partner

Viele vermögende Partner haben kein Problem damit, wenn Sie arbeiten oder ein Business aufbauen. Im Gegenteil: Ambition ist attraktiv. Aber Sie müssen clever vorgehen.

Online-Business und passive Einkommensströme

Eine Bekannte von mir hat einen erfolgreichen Lifestyle-Blog aufgebaut, der ihr monatlich zwischen 8.000 und 12.000 Franken durch Affiliate-Marketing und gesponserte Beiträge einbringt. Sie nutzte ihre Erfahrung als Partnerin eines wohlhabenden Unternehmers als Content-Basis.

Auch Investments in Dividendenaktien oder REITs (Real Estate Investment Trusts) können monatliches passives Einkommen generieren. Mit einem Portfolio von 200.000 Franken in dividendenstarken Schweizer Aktien lassen sich zwischen 500 und 800 Franken monatlich erzielen, ohne dass Sie aktiv arbeiten müssen.

Falls Sie diskret zusätzliches Einkommen aufbauen möchten, bieten sich auch Optionen wie flexible Online-Tätigkeiten an, die sich problemlos in Ihren Alltag integrieren lassen.

Beteiligungen und stille Investitionen

Nutzen Sie Ihr Netzwerk, um in Startups oder etablierte Unternehmen zu investieren. Bei einer Dinner-Party erfuhr ich von einem Freund meines Partners über ein vielversprechendes FinTech-Startup in Zug. Ich investierte 50.000 Franken als stille Beteiligte. Zwei Jahre später wurde das Unternehmen übernommen, und meine Anteile waren 180.000 Franken wert.

Plattformen wie Investiere.ch oder Lend.ch ermöglichen auch Frauen ohne umfangreiches Finanzwissen, in Schweizer KMUs oder Startups zu investieren.

Rechtliche Absicherung: Ehevertrag und Gütertrennung

Falls Sie verheiratet sind oder eine Heirat planen: Bestehen Sie auf einem Ehevertrag mit Gütertrennung. Das klingt unromantisch, ist aber elementar für Ihren Vermögensaufbau. In der gesetzlichen Errungenschaftsbeteiligung gehört Ihnen nur das, was Sie vor der Ehe besaßen, plus die Hälfte dessen, was beide während der Ehe erwirtschaftet haben.

Bei Gütertrennung bleibt alles, was Sie verdienen oder erben, ausschließlich Ihr Eigentum. Mein Ehevertrag regelt zudem eine monatliche Zahlung von 15.000 Franken auf ein separates Konto, das nur ich kontrolliere. Diese "finanzielle Unabhängigkeitsklausel" war nicht verhandelbar.

Konsultieren Sie einen spezialisierten Anwalt für Familienrecht. In Zürich empfehle ich die Kanzlei Bratschi oder Niederer Kraft Frey, die Erfahrung mit High-Net-Worth-Individuals haben.

Die Balance zwischen Genießen und Vorsorgen

Ich predige nicht asketischen Verzicht. Genießen Sie die Champagner-Brunches in St. Moritz, die Sommerwochen auf der Yacht vor Sardinien und die Shopping-Trips nach Mailand. Aber richten Sie parallel dazu automatische Sparpläne ein, die Sie nicht spüren.

Mein System: Von jedem größeren Geschenk (Schmuck, Uhren, Bargeld) lege ich automatisch 30 Prozent beiseite. Diese Regel gilt auch für Boni, Dividenden oder andere Einnahmen. Das summiert sich schneller als gedacht.

Wenn Ihr Partner Ihnen beispielsweise 5.000 Franken monatlich als Allowance gibt, investieren Sie mindestens 1.500 davon. Bei einem bescheidenen Zinssatz von 5 Prozent jährlich haben Sie nach zehn Jahren über 230.000 Franken angespart.

Finanzielle Bildung als Lebensprojekt

Eigenes Vermögen aufbauen neben dem reichen Partner

Der Aufbau eigenen Vermögens ist keine einmalige Aktion, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Abonnieren Sie Newsletter wie den der Neue Zürcher Zeitung zum Thema Finanzen oder den "Finanz und Wirtschaft" Podcast. Besuchen Sie Seminare der Schweizerischen Gesellschaft für Finanzanalyse.

Ich treffe mich vierteljährlich mit einer Gruppe gleichgesinnter Frauen zum "Wealth Circle" im Dolder Grand. Wir tauschen Investment-Tipps aus, diskutieren Marktentwicklungen und unterstützen uns gegenseitig. Diese Treffen haben meinen finanziellen IQ mehr gesteigert als jedes Buch.

Die UBS publiziert jährlich den "Global Family Office Report", der wertvolle Einblicke in Anlagestrategien der Vermögenden bietet. Solche Ressourcen sind öffentlich zugänglich und kostenlos.

Häufig gestellte Fragen zum eigenen Vermögensaufbau

Wie viel sollte ich mindestens monatlich für mein eigenes Vermögen aufbauen?

Experten empfehlen mindestens 20 Prozent Ihres verfügbaren Einkommens zu sparen. Falls Sie keine eigenen Einkünfte haben, sollten Sie mit Ihrem Partner eine feste monatliche Summe vereinbaren, die ausschließlich für Ihren Vermögensaufbau bestimmt ist. Ein realistisches Ziel: mindestens 1.000 bis 2.000 Franken monatlich.

Wie sage ich meinem Partner, dass ich ein eigenes Vermögen aufbauen möchte?

Kommunizieren Sie es als gemeinsames Interesse an finanzieller Stabilität, nicht als Misstrauen. Formulieren Sie es etwa so: "Ich möchte finanziell gebildeter werden und zur Familiensicherheit beitragen. Können wir gemeinsam einen Plan entwickeln?" Die meisten erfolgreichen Männer respektieren finanzielle Eigeninitiative.

Welche Investments sind für Anfängerinnen am besten geeignet?

Beginnen Sie mit breit diversifizierten ETFs auf globale Indizes, die geringe Kosten haben und keine aktive Verwaltung erfordern. Der Vanguard FTSE All-World ETF oder der iShares MSCI World sind bewährte Einstiegsoptionen. Vermeiden Sie Einzelaktien und komplexe Derivate, bis Sie mehr Erfahrung haben.

Sollte ich mein Vermögen getrennt vom Partner verwalten?

Absolut. Selbst in harmonischen Beziehungen ist ein separates Konto für Ihr eigenes Vermögen essentiell. Das schützt Sie rechtlich und gibt Ihnen vollständige Kontrolle. Nutzen Sie eine andere Bank als Ihr Partner, um völlige Unabhängigkeit zu gewährleisten.

Wie baue ich finanzielle Unabhängigkeit auf, wenn ich nicht arbeite?

Verhandeln Sie eine feste monatliche Summe als "Investment-Allowance", die separat von Ihren alltäglichen Ausgaben läuft. Investieren Sie diese konsequent in Vermögenswerte. Erwägen Sie auch passive Einkommensquellen wie Dividendenaktien, Mieteinnahmen aus kleinen Immobilieninvestments oder Online-Geschäftsmodelle, die wenig Zeitaufwand erfordern.

Fazit: Ihr Vermögen ist Ihre Macht

Ein eigenes Vermögen aufbauen neben einem reichen Partner ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit für jede Frau, die langfristig selbstbestimmt leben möchte. Es geht nicht darum, ob Ihre Beziehung hält oder scheitert. Es geht darum, dass Sie immer die Wahl haben.

Beginnen Sie heute. Eröffnen Sie ein separates Sparkonto, buchen Sie ein Finanzseminar oder vereinbaren Sie ein erstes Gespräch mit einem unabhängigen Vermögensberater. Jeder Franken, den Sie heute investieren, ist ein Stück Freiheit, das Ihnen morgen gehört.

Finanzielle Unabhängigkeit und ein luxuriöses Leben an der Seite eines vermögenden Partners schließen sich nicht aus. Sie ergänzen sich perfekt. Nutzen Sie die Privilegien Ihrer Position, um ein Fundament zu schaffen, das ausschließlich Ihnen gehört. Denn wahre Eleganz zeigt sich nicht nur im Kleiderschrank, sondern auch im Wertpapierdepot.